Aktivitäten 2020


ORCAs in Bonaire

Türkisfarbenes Wasser, pudriger Sand, von Palmen gesäumte Strände, traumhafte Riffe, flach beginnend, um dann plötzlich steil abzufallen. In Taucherkreisen gilt Bonaire schon lange als Geheimtipp und zählt zu den schönsten Tauchrevieren der Welt!

8 Orcas machten sich auf den Weg, um zu sehen, ob diese hohen Erwartungen erfüllt werden. Die Anreise von Amsterdam über Aruba endete am Abend auf dem Flamingo-International-Airport. Mit den bereitstehenden Pick-Up-Trucks erreichten wir nach kurzer Fahrt unsere landestypische Unterkunft, stilvolleingerichtet, mit weiträumiger Terrasse und Allem, was zur Selbstversorgungnotwendig ist. Unverzichtbar der riesige Kühlschrank, der rund um die Uhr Eiswürfel produzierte!

Am nächsten Morgen begann der eigentliche Urlaub. Die Ausrüstung und ausreichend Tauchflaschen auf den Ladeflächen der Trucks verstaut machten wir uns auf, einige der rund 80 empfohlenen Tauchplätzen rund um die Insel zu erkunden. Die gesamte Insel ist von einem atemberaubenden Korallenriff umgeben, das schon wenige Zentimeter unter der Wasseroberfläche beginnt. Hier kann man bei Sichtweisen von bis zu 50 Meter auf verschiedene Arten Schildkröten, Stachelrochen und farbenprächtige Schwärme tropischer Fische, wie Kaiserfische, Muränen, Schnapper, Lippfische, Papageienfische, Zackenbarsche, Stachelmakrelen, Barrakudas und vielem mehr treffen. Das kristallklare Wasser hat eine Temperatur um die 28°C, was ausgedehnte Tauchgänge ermöglichte.

Bisher haben wir Tauchen selten so entspannend erlebt wie auf dieser traumhaften Insel. Morgens wurden die Tauchplätze ausgewählt, mit den Fahrzeugen konnte man bis an den Strand fahren, um direkt mit leichter Ausrüstung abzutauchen.

Aber selbst die Fahrten über die Insel zu den Tauchplätzen waren immer wieder ein Erlebnis, vorbei an riesigen Salzpfannen, gesäumt von schneeweißen Salzbergen und Kolonien von Flamingos die in großen Lagunen leben und brüten.

An einem tauchfreien Tag erkundeten wir den National Park, der sich über den ganzen Norden der Insel erstreckt. Dort tauchten aus der üppigen Vegetation überraschend kleine Gruppen von Eseln am Straßenrand auf oder Leguane, von teils beachtlicher Größe, liefen über den Weg. Die Küste ist hier deutlich rauer, die starke Dünung, die auf schroffe Felsen trifft, ist mehr als beeindruckend. Dieser Teil der Insel ist naturbelassen und lässt erahnen, wie die Insel vor der Besiedelung gewesen sein muss.

Die Zeit ist, wie so oft, viel zu schnell vergangen, aber am Ende hat sich für jeden sein eigner Traum von der Karibik erfüllt. Ichglaube mir wird niemand widersprechen, dass das nicht der letzte Aufenthalt auf Bonaire war. Bis es soweit ist, bleiben immerhin die Eindrücke, die auf Film und Foto festgehalten wurden, auch um sie mit Euch zu teilen.

06.03.2020 Gerwin F.



Ins neue Jahrzehnt in Hemmoor

Jahreswechsel einmal anders, nicht zuhause oder im Schnee, sondern am Kreidesee in Hemmoor, und so trieb es acht Orcas zum Jahresausklang 2019 für eine Woche in den Norden zwischen Hamburg und Cuxhaven. Das Tauchgewässer allen bekannt, staunten sie dennoch über die Vielzahl an Tauchern, die auf dieselbe Idee gekommen waren – Stellplätze und Bungalows waren weitgehend ausgebucht.

Nachdem man sich eingerichtet hatte, ging es vor dem letzten Abend des Jahres 2019 natürlich nochmal ins Wasser, quasi ein Jahrzehnt-Abtauchen. Sechs Orcas, ausgestattet mit Trockis und Halbtrockis wagten den Schritt ins 7 ° C frische Wasser, um sich bei strahlendem Sonnenschein dem Feeling der Schwerelosigkeit noch einmal hinzugeben und zuschauen, was der Kreidesee im Dezember zu bieten hat. Sechs Orcas, nein ! – Letztlich waren es dann doch nur fünf, die an diesem Tag abtauchten, denn ein kleiner Wassereinbruch bremste einen Trocki-Taucher gleich zu Beginn aus.

Neben guten Sichtverhältnissen und der unverrückbaren Technik unter Wasser zeigte aber der Kreidesee auch, dass die Winterzeit ebenso für die Fische angebrochen war, und so hielten sich entsprechende Beobachtungen in Grenzen. Aber was zählt ist natürlich auch die Symbolik, am letzten Tag des Jahrzehnts noch einmal abzutauchen, das versteht sich doch, oder?

Am Abend gab es traditionell üppiges Raclette, charmant eingepackt in ein Krimi-Dinner, das alle Teilnehmer/innen in einem anderen Licht erscheinen ließ, menschliche Untiefen eröffnete und seelische Abgründe offenbarte. Der Mörder war letztlich nicht der Gärtner, sondern der Starkoch der Cuisine, Henrik Kirchhof, ein Kreativkünstler der Hotelküche, getrieben von wilder Leidenschaft und verletzter Ehre.

Tags drauf, nach ausgiebigem Frühstück, ein kleiner Besuch in Cuxhaven-Duhnen, Flanieren auf der Strandpromenade, ein Glühweinhier, ein Punsch dort und das neue Jahr würdig beginnen. Exkursionen mit der Elbfähre von Wischhafen nach Glückstadt folgten, ebenso ein Besuch in Stade, und auch Cuxhaven war erneutes Ziel diverser Unternehmungen im Rahmen der Neujahrswoche.

Auch das Tauchen kam nicht zu kurz, denn im Laufe dieser Woche wurden bereits die ersten Tauchgänge im neuen Jahr geloggt. Ja, es war eine Woche voller Abwechslungen, und ein sehr schöner Einstieg ins neue Jahr 2020.

08.01.2020 Uli L.