Aktivitäten 2020


Still ruht der See – Vereinstauchen im Auesee / Wesel

Still ruht der See, die Vöglein schlafen, ein Flüstern nur, du hörst es kaum.  Der Abend naht, nun senkt sich nieder, auf die Natur ein süßer Traum.“

Doch wollen wir das Goethezeitportal und Heinrich Pfeil nicht allzu sehr bemühen, um über unser Vereinstauchen im Oktober zu berichten.

Wir sind schon mittendrin im goldenen Oktober, und irgendwie will es gar nicht richtig goldig werden. Einzelne Bäume tragen zwar ein paar gelbe Blätter, die meisten sind aber noch grün. Der Herbst hat wie alle anderen Jahreszeiten seine eigene Farbe, seinen Duft, seine Atmosphäre, seine Temperatur, sein Licht, seine Eigenheit, seine Aufgabe.

Und es ist recht frisch an diesem Morgen, einstellige Temperaturen bei unverschämt blauem Himmel, als wir uns alle um 09.30 h am See einfinden – naja, nicht wirklich alle, denn bei einigen hatte der Wecker ein wenig später geklingelt. Dennoch waren dann irgendwann 20 Taucher*innen auf dem Parkplatz angekommen, um das vorletzte Vereinstauchen im Jahr 2020 zu genießen. 

Die Gruppeneinteilung war schnell erledigt, und schon begann reges Treiben  - die einen, um Spaßtauchgänge zu machen, die anderen, um sich dem Thema „Orientierung unter Wasser“ behutsam mit dem Kompass zu nähern.

Bequem und komfortabel für alle, die an diesem kühlen Morgen in ihren Trocki schlüpfen können, erfrischend für all diejenigen, denen der Halbtrocki mehr Wassergefühl verspricht. Schnell waren alle Gruppen im Wasser, und dem Zuschauer am Ufer blieben nur die aufsteigenden Luftblasen für die nächste Zeit.

Der blaue Himmel und die Sonne sorgten für beste Lichtverhältnisse unter Wasser, und auch die Sicht wurde von allen Taucher*innen mit einem „sehr gut“ bewertet. Zuweilen tauchten die Orientierer zwischendurch auf, um neue Kurse und Übungen zu besprechen – und waren dann aber auch ganz schnell wieder weg.

Nach gut einer Stunde bewegten sich die Orcas wieder auf das Ufer und die Steganlage zu, bei 15° C Wassertemperatur ein wenig fröstelnd die einen, andere mit einem Strahlen im Gesicht, weil der Trocki dicht gehalten hatte (bis auf eine Armmanschette – ein wenig Verlust ist immer).

Naja, und was soll ich sagen? Der Rest ist bekannt – auf dem Parkplatz der erste Austausch über das Erlebte, traditionell begleitet vom Candyman mit Sweets. Außerdem gab’s Gugelhupf und sogar selbst gebackener Apfel- und Pflaumenkuchen, passend zur Jahreszeit – Herbst halt.

10.10.2020 Uli L.



Tauchausbildung bestanden

Seit vielen Jahren starten die Orcas im Frühjahr kurz vor Beginn der Tauchsaison einen Tauchkurs für all diejenigen, die sich vom Tauchfieber anstecken lassen und die schönsten Tage des Jahres unter Wasser verbringen wollen. Der Tauchkurs in diesem Jahr wird als „Corona-Tauchkurs“ in die Geschichte der Abteilung eingehen. Start war – wie eigentlich immer – im März mit der ersten Theorie. Und dann – kam Corona und der Lock-down mit Kontaktbeschränkungen und Schließung aller Sportanlagen und auch der Tauchkurs musste pausieren. Als dann die Beschränkungen nach und nach gelockert wurden, auch die Orcas unter Einhaltung der Hygienebestimmungen wieder ins Bad konnten und auch der Verband Tauchausbildung unter bestimmten Regeln wieder zuließ, freuten sich die Ausbilder natürlich, dass alle Interessenten "bei der Stange“ geblieben waren und die Ausbildung nach den Sommerferien fortgesetzt haben. Sie arbeiteten sich durch die Theorie, schnorchelten im Hallenbad, um zu guter Letzt die Freiwassertauchgänge in Goch Ness und am Auesee zu absolvieren

Bei so viel Elan ließ der Erfolg nicht auf sich warten und Maximilian Nitschke, Alexander Sowik, Teja und Til Denker und Justin Seifert konnten zum Schluss das Tauchsportabzeichen DTSA* in den Händen halten. Wir wünschen schöne Tauchgänge und immer gesundes Auftauchen!

 

 

27.09.2020 Andrea E.



1.400 Tauchgänge und ein Geburtstag --  Ein ganz besonderer Tauchtag

Aber erstmal von Anfang an.

Es ist mal wieder 2. Wochenende im Monat September und somit Vereinstauchen angesagt. Umgeben von frühherbstlichen Nebelschwaden machen sich die Orcas auf in Richtung Westen, um die „Grünen Hügel“ in Nijmegen / Niederlande – nein, nicht zu erklimmen, sondern zu betauchen. De Groene Heuvels war also nach langer Zeit mal wieder lohnendes Tauchziel. Dieter K.  hatte gerufen, und 27 Orcas folgten seinem Ruf an diesem Septembermorgen, die eine oder andere Orca mit dem Gedanken, ein bestimmtes Ziel an diesem Tag zu erreichen. Dazu später mehr !

 

Nachdem alle so langsam eingetrudelt und diverse Orca – Lager am Ufer des Sees eingerichtet waren, Pepsi, die Vereinshündin, über alles wachte,  erfolgte die Gruppeneinteilung. Und schon wurde aufgerödelt was das Zeug hergab: Halbtrocken, Trocken, mit und ohne Unterzieher oder Eisweste, zuweilen auch gerne mal zwei Unterzieher – es könnte ja kalt werden – Neoprensocken und dicke wie dünne Handschuhe….

Ach ja, das Taucherleben kann schon mühsam sein, besonders auch dann, wenn der Anzug mit dem Taucher in die Jahre gekommen ist und eingelaufen zu sein scheint. Letztlich waren alle gut verpackt im Neopren und es ging ab ins Wasser.

Bereits an der Oberfläche spürte man den Herbst, das Wasser fühlte sich recht frisch an, und der Computer bestätigte das Gefühl: 19° C an der Oberfläche – und es sollte noch frischer werden.

 

Bei recht guter Sicht ging es tiefer und tiefer, vorbei an diversen Kleinigkeiten, die unter Wasser versteckt und versenkt worden waren, stets begleitet von kleinen und größeren Schwärmen junger Barsche. Bei 11 m Tiefe zeigte dann der Computer auch nur noch 13° C an, und es wurde schon ein wenig kühl. Der Schein der Tauchlampe enttarnte auch in der Tiefe den einen oder anderen kleinen Hecht, der verärgert Fersengeld gab. Das üppige Grün ermöglichte viele Verstecke für die Fische und wurde lediglich hin und wieder durchkreuzt von mittelgroßen Karpfen, die im Spiel zwischen Licht und Schatten vorbeihuschten, ebenso wie die eine oder andere Tauchgruppe, die sich unter Wasser begegnete. Nach 60 – 70 Minuten waren alle Taucher wieder gut im Orca-Lager angekommen, und es wurde berichtet, was im See zu sehen und nicht zu sehen gewesen war – Taucherlatein?

Es gab, wie üblich, wieder Sweets aus dem Glas - also alles wie sonst ? Nein, diesmal nicht ! Vorstand und Festausschuss hatten ein kleines BBQ vorbereitet mit Würstchen vom Grill, und Tony gab am alles, um dem Andrang Herr zu werden. Und noch etwas war anders, denn zwei Orcas feierten jeweils einen besonderen Tauchgang. Mit leichten Getränken und O-Saft wurde angestoßen auf den 600. Tauchgang von Kathrin S und den 800. Tauchgang von Barbara L. , zwei sehr erfahrenen Taucherinnen, die jedes Gewässer meistern. Des Rätsels Lösung also: 1.400 Tauchgänge wurden angemessen im Kreise der Orcas honoriert und gefeiert.

 

Nicht zu vergessen, dass es nach dem BBQ dann auch noch Geburtstagskuchen von Tanja H. gab, deren Ehrentag mit einem kräftigen „Happy Birthday to you ♪ ♫…“ (u.a. bekannt aus der Handhygiene in Corona Zeiten) angemessen bedacht wurde.

Auch wenn der Himmel es mit grauen Wolken und frischem Wind nicht ganz so gut gemeint hat, so haben wir diese Widrigkeiten mit guter Stimmung und schönen Gesprächen einfach ignoriert.

 

12.09.2020 Uli L. 



Mädelstauchtour 2020 – Listertalsperre

Es ist zu einer netten kleinen Tradition geworden, einmal im Jahr eine reine Weibertauchtour

mit tauchverrückten Orcamädels zu veranstalten. In den Jahren davor ging es nach Scharendijke und Hemmoor. In diesem Jahr sind wir ins nahe Sauerland zur Listertalsperre gefahren. Dort haben wir uns in ein gepflegtes Hotel, ca. 3 Minuten vom Tauchplatz entfernt, eingemietet.

Angela hat für alle einen schicken Spezial-Schnutenpulli genäht, damit wir den Coronaregeln gerecht werden. Haben wir auch alle brav und artig im Hotel getragen J … Schöne Idee!!

 

Freitagmittag sind Tanja, Gabi, Janette und Ingrid im Hotel eingetroffen und nach kurzem Einchecken gleich zum Tauchplatz gefahren. Bei herrlichem Wetter haben wir uns gleich in der angenehm temperierten Listertalsperre versenkt. Ein erster Schatz (ein SUP-Paddel) wurde geborgen. Die Unglücklichen, die das Paddel kurz zuvor verloren hatten, haben ihr Paddel gegen einen kleinen Finderlohn zurückbekommen (Freibier).

Gerade aufgetaucht, kamen auch Angela und Nicole noch dazu.

Gerade aufgetaucht, kamen auch Angela und Nicole noch dazu.

Zum Einklang wurde erstmal eine ordentliche Kaffeetafel mit Kuchen, Bananenbrot, Kaffee und Tee aufgetischt. Nach ausführlichem Geschnabbel haben wir dann einen herrlichen Dämmerungstauchgang unternommen. Kaum aus dem Wasser gab es einen leckeren Dekosekt für alle. Nun knurrte uns der Magen. Da wir es schon geahnt haben, das wg. Corona viele Lokale nur eingeschränkt oder gar nicht auf haben, haben wir uns einfach mit selbstgemachtem Nudel- und Kartoffelsalat, diversen Sorten Würstchen, Eiern und  selbstgemachtem Brot am See in der Abenddämmerung verköstigt. Mit 3 Elektrokühlboxen, Wasserkocher und Thermoskannen waren wir ausreichend fürs Wochenende bewaffnet.

Es fehlte uns an nix J!

Samstag haben wir uns einen ortskundigen Tauchguide gegönnt, der uns die alte Brücke mitten im Flussbett der Lister gezeigt hat. Auf ca. 12m Tiefe findet sich eine sehr alte, mit noch 2 ganzen Bögen erhaltene Brücke. Die Sicht dort war erstaunlich gut und das Durchtauchen der Brücke sehr mystisch. Es scheint eine kleine „Liebesbrücke“ zu sein, denn auf der Brücke fanden wir einige kleine Modelautos mit Herzchen und Initialen der (Tauch-) Paare drauf (ähnlich wie Liebesschlösser an Brückengeländern)… Mädchen finden sowas tollJ!

Nach einem zweiten Tauchgang mit viel Fisch (Barsch, Rotauge, Hecht und Co.), aber leider mäßiger Sicht, ging es dann zum Essen ins hoteleigene Restaurant, wo wir uns kulinarisch haben verköstigen lassen. Abends haben die Dorfbewohner eine Laser-Light-Show auf den gegenüberliegenden Berghang projetziert. Wir gehen davon aus, das man diesen Zinnober natürlich für uns veranstaltet hat J… war sehr nett von unserem Balkon aus anzusehen.

Bei leckeren kalten Getränken haben wir das schöne WE ausklingen lassen und sind uns einig, dass es das im nächsten Jahr wieder geben muss… Vielleicht geht es dann nach Nordhausen, mal sehn… Schön war‘s!

 

11.08.2020 Tanja H.



08.08.2020 Vereinstauchen in NL, Panheel

Viel zu lange schon haben sich viele Orcas nicht mehr gesehen. Durch Corona und Ferien fand in den letzten Wochen und Monaten kein Training mehr statt und auch die sonstigen Vereinstreffen mussten leider ausfallen. Daher war das Vereinstauchen jetzt im August ein willkommener Anlass für ein Wiedersehen und so trafen sich 25 Taucher und 2 Nichttaucher in Panheel / NL um einen sonnigen tollen Tag miteinander zu verbringen.

Nachdem alle – nach entsprechender Einweisung – einen Parkplatz ergattert hatten, ging es los. Unser Tauchlehrer Dieter B. hatte alle Hände voll zu tun, die Tauchgruppen zusammenzustellen. Doch er konnte alle zufrieden stellen und so konnten alle den warmen Temperaturen – zumindest kurz – entfliehen und sich ins Wasser stürzen. Das Wasser überraschte mit einer Oberflächentemperatur von ca. 22 °C. Erst bei ca. 9-10m kam die Sprungschicht und es wurde kühler. Nach rund 1 Stunde war für die meisten der erste Tauchgang beendet und man traf sich zu einer ersten Zwischenbilanz und einer Mittagspause. Für die meisten war klar: es muss noch ein zweiter Tauchgang her. Schwärme von Barschen und tolle Lichtspiele unter Wasser reizten uns alle sehr nochmal abzutauchen. Auch div. „Spielzeug“ führte dazu, dass es immer wieder etwas zu entdecken gab. Zumal die Wracks, Figuren, etc. von Muscheln und Co. Erobert worden waren und so zu teilweise skurrilen Varianten geworden waren. Auch Begegnungen mit jagenden Haubentauchern unter Wasser waren tolle Erlebnisse.

 

Nach dem zweiten Tauchgang saßen wir noch eine ganze Weile zusammen und genossen es, mal wieder Zeit miteinander verbringen zu können.

09.08.2020 Angela M.



Vereinstauchen am 11.07.2020 -- Möhnesee

Entgegen der Ankündigung fand das Vereinstauchen am 11.07.2020 am Tauchplatz des Prodive am Möhnesee statt.

Der Hennesee war leider noch nicht zum Tauchen freigegeben. Elf "Orcas" trafen sich auf dem Parkplatz an der Delecker Brücke und starteten nach Tauchgruppenabsprache unter Einhaltung von der Coronaschutzverordnungen ihren ersten Tauchgang. Der Tauchplatz ist ausreichend groß, dass es schwer fiel alles mit nur einem Tauchgang zu erkunden, so starteten die Taucher nach einer entsprechenden Oberflächenpause zu einem zweiten Tauchgang.

Leider konnten nicht alle wieder ins Wasser gehen, da wegen fehlender Füllmöglichkeit nicht für alle genügend Luft in den dafür mitgebrachten DTGs vorhanden war. Es wurden DTGs getauscht und auch ein wenig übergeströmt, damit die Anzahl der Taucher möglichst groß blieb. Weil der Möhnesee nicht vollständig gefüllt war, fehlten einige Meter bis zur Maximaltiefe von 24m, trotzdem zeigten die Tauchcomputer einiger Taucher nach der Rückkehr an die Oberflächen gute 20m erreichte Tiefe an.

Die angezeigte Wassertemperatur lag bei 11 Grad in der Tiefe und die meisten Taucher freuten sich über ca. 2 Stunden Taucherlebnis.

Die Sicht war weniger gut im höheren und Eingangsbereich, nach der Sprungschicht bei ca. 11m wurde diese aber verhältnismäßig gut. Im Bereich des mächtigen Baumes der tief und dunkel im kalten lag, sollten Hechte anzutreffen sein, die waren jedoch vereinzelt weiter höher und im Bereich der für die Taucher aufgestellten Figuren, Schilder und Tannenbäume zu sehen.

Dort waren auch große Schwärme kleiner Brassen und kleine Schwärme großer Brassen anzutreffen.

Nach dem Austausch der Logbuchdaten kehrten die Taucher jeder wie er gekommen war zufrieden wieder heim.

 

 

13.07.2020 Wolfgang S.



Vereinstauchen im Juni

Nachdem durch Corona alle bislang in diesem Jahr geplanten Tauchaktivitäten ausfallen mussten, konnte jetzt im Juni zum ersten Mal in diesem Jahr ein gemeinsames Tauchen angeboten werden. Eine größere Gruppe machte sich deshalb auf zu Jürgens Tauchbasis an den Krämerseen in Monheim. Der Betreiber hatte auch Mitte Juni seine Basis wieder öffnen können. Auf der Liegewiese neben dem Bad MonaMare konnten sich alle Teilnehmer mitsamt Equipment bei schönem Wetter gut verteilen.

Die Tauchgruppen wurden eingeteilt, für einige war es der erste Tauchgang seit langem.

Die meisten Taucher nahmen zuerst den näher gelegenen größeren See unter die Lupe, einige machten sich auf zum Fußmarsch zum zweiten See.

Die Kommentare zu den Sichtverhältnissen lauteten von „gut“ bis „schlecht“, je nach Empfinden oder ob man der erste Taucher im See war! Gesehen werden konnten Schwärme von Jungfischen sowie größere Barsche und Karpfen. Am Nachmittag traten die Orcas dann nach und nach den Heimweg wieder an.

 

22.06.2020 Andrea E.



Trinkgeld „Vestischer Hof“

Nach langer Durststrecke hat endlich unser Vereinslokal „Vestischer Hof“ wieder geöffnet. Die Orcas haben das, in den letzten Wochen eingesparte, Trinkgeld gesammelt, um unseren Wirtsleuten Mäggie und Manni den Neustart zu erleichtern. Es wurde ein bunter Fischschwarm im Wert von 650 €übergeben.

Die sichtlich beeindruckten Wirtsleute danken allen Unterstützern ganz herzlich.

24.05.2020 G. Fengler



ORCAs in Bonaire

Türkisfarbenes Wasser, pudriger Sand, von Palmen gesäumte Strände, traumhafte Riffe, flach beginnend, um dann plötzlich steil abzufallen. In Taucherkreisen gilt Bonaire schon lange als Geheimtipp und zählt zu den schönsten Tauchrevieren der Welt!

8 Orcas machten sich auf den Weg, um zu sehen, ob diese hohen Erwartungen erfüllt werden. Die Anreise von Amsterdam über Aruba endete am Abend auf dem Flamingo-International-Airport. Mit den bereitstehenden Pick-Up-Trucks erreichten wir nach kurzer Fahrt unsere landestypische Unterkunft, stilvolleingerichtet, mit weiträumiger Terrasse und Allem, was zur Selbstversorgungnotwendig ist. Unverzichtbar der riesige Kühlschrank, der rund um die Uhr Eiswürfel produzierte!

Am nächsten Morgen begann der eigentliche Urlaub. Die Ausrüstung und ausreichend Tauchflaschen auf den Ladeflächen der Trucks verstaut machten wir uns auf, einige der rund 80 empfohlenen Tauchplätzen rund um die Insel zu erkunden. Die gesamte Insel ist von einem atemberaubenden Korallenriff umgeben, das schon wenige Zentimeter unter der Wasseroberfläche beginnt. Hier kann man bei Sichtweisen von bis zu 50 Meter auf verschiedene Arten Schildkröten, Stachelrochen und farbenprächtige Schwärme tropischer Fische, wie Kaiserfische, Muränen, Schnapper, Lippfische, Papageienfische, Zackenbarsche, Stachelmakrelen, Barrakudas und vielem mehr treffen. Das kristallklare Wasser hat eine Temperatur um die 28°C, was ausgedehnte Tauchgänge ermöglichte.

Bisher haben wir Tauchen selten so entspannend erlebt wie auf dieser traumhaften Insel. Morgens wurden die Tauchplätze ausgewählt, mit den Fahrzeugen konnte man bis an den Strand fahren, um direkt mit leichter Ausrüstung abzutauchen.

Aber selbst die Fahrten über die Insel zu den Tauchplätzen waren immer wieder ein Erlebnis, vorbei an riesigen Salzpfannen, gesäumt von schneeweißen Salzbergen und Kolonien von Flamingos die in großen Lagunen leben und brüten.

An einem tauchfreien Tag erkundeten wir den National Park, der sich über den ganzen Norden der Insel erstreckt. Dort tauchten aus der üppigen Vegetation überraschend kleine Gruppen von Eseln am Straßenrand auf oder Leguane, von teils beachtlicher Größe, liefen über den Weg. Die Küste ist hier deutlich rauer, die starke Dünung, die auf schroffe Felsen trifft, ist mehr als beeindruckend. Dieser Teil der Insel ist naturbelassen und lässt erahnen, wie die Insel vor der Besiedelung gewesen sein muss.

Die Zeit ist, wie so oft, viel zu schnell vergangen, aber am Ende hat sich für jeden sein eigner Traum von der Karibik erfüllt. Ichglaube mir wird niemand widersprechen, dass das nicht der letzte Aufenthalt auf Bonaire war. Bis es soweit ist, bleiben immerhin die Eindrücke, die auf Film und Foto festgehalten wurden, auch um sie mit Euch zu teilen.

06.03.2020 Gerwin F.



Ins neue Jahrzehnt in Hemmoor

Jahreswechsel einmal anders, nicht zuhause oder im Schnee, sondern am Kreidesee in Hemmoor, und so trieb es acht Orcas zum Jahresausklang 2019 für eine Woche in den Norden zwischen Hamburg und Cuxhaven. Das Tauchgewässer allen bekannt, staunten sie dennoch über die Vielzahl an Tauchern, die auf dieselbe Idee gekommen waren – Stellplätze und Bungalows waren weitgehend ausgebucht.

Nachdem man sich eingerichtet hatte, ging es vor dem letzten Abend des Jahres 2019 natürlich nochmal ins Wasser, quasi ein Jahrzehnt-Abtauchen. Sechs Orcas, ausgestattet mit Trockis und Halbtrockis wagten den Schritt ins 7 ° C frische Wasser, um sich bei strahlendem Sonnenschein dem Feeling der Schwerelosigkeit noch einmal hinzugeben und zuschauen, was der Kreidesee im Dezember zu bieten hat. Sechs Orcas, nein ! – Letztlich waren es dann doch nur fünf, die an diesem Tag abtauchten, denn ein kleiner Wassereinbruch bremste einen Trocki-Taucher gleich zu Beginn aus.

Neben guten Sichtverhältnissen und der unverrückbaren Technik unter Wasser zeigte aber der Kreidesee auch, dass die Winterzeit ebenso für die Fische angebrochen war, und so hielten sich entsprechende Beobachtungen in Grenzen. Aber was zählt ist natürlich auch die Symbolik, am letzten Tag des Jahrzehnts noch einmal abzutauchen, das versteht sich doch, oder?

Am Abend gab es traditionell üppiges Raclette, charmant eingepackt in ein Krimi-Dinner, das alle Teilnehmer/innen in einem anderen Licht erscheinen ließ, menschliche Untiefen eröffnete und seelische Abgründe offenbarte. Der Mörder war letztlich nicht der Gärtner, sondern der Starkoch der Cuisine, Henrik Kirchhof, ein Kreativkünstler der Hotelküche, getrieben von wilder Leidenschaft und verletzter Ehre.

Tags drauf, nach ausgiebigem Frühstück, ein kleiner Besuch in Cuxhaven-Duhnen, Flanieren auf der Strandpromenade, ein Glühweinhier, ein Punsch dort und das neue Jahr würdig beginnen. Exkursionen mit der Elbfähre von Wischhafen nach Glückstadt folgten, ebenso ein Besuch in Stade, und auch Cuxhaven war erneutes Ziel diverser Unternehmungen im Rahmen der Neujahrswoche.

Auch das Tauchen kam nicht zu kurz, denn im Laufe dieser Woche wurden bereits die ersten Tauchgänge im neuen Jahr geloggt. Ja, es war eine Woche voller Abwechslungen, und ein sehr schöner Einstieg ins neue Jahr 2020.

08.01.2020 Uli L.